Wer jahrzehntelang arbeitet, spart und investiert, soll im Alter plötzlich von der Verwaltung umerzogen werden? Das ist staatliche Bevormundung.
Die Argumentation überzeugt auch sachlich nicht: Die Wohnungsnot ist nicht Folge „zu grosser Häuser“, sondern des Wachstums. Zwischen 2002 und 2023 ist die Schweiz um 1.7 Mio. Menschen gewachsen, davon sind 1.5Mio. auf die Zuwanderung zurückzuführen. Entsprechend steigt die Nachfrage nach Wohnraum. Statt Ursachen ehrlich zu benennen, greifen die Beamten jene an, die Verantwortung übernommen und investiert haben.
Zudem wird ignoriert, dass viele ältere Menschen bewusst in ihrem Zuhause bleiben: wegen sozialem Umfeld, Eigenleistung und tieferen Wohnkosten.
Wer Wohnraum schaffen will, muss Angebot ermöglichen, nicht Eigentümer unter Druck setzen. Alles andere untergräbt Vertrauen in Staat und Politik.
Yves Beutler